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Termine

Bibeltag
- Sa 1. Apr, 09:00 - 16:00
Sitzung des Pfarreirates
- Di 4. Apr, 19:30 -
Projektchor - Probe
- Mi 5. Apr, 19:30 -
kfd - Skatrunde
- Do 6. Apr, 15:00 -
kfd - Treffen der Mitarbeiterinnen
- Do 6. Apr, 19:00 -

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Auftakt zum Reformationsjubiläum

Den Auftakt zum fünfhundertsten Reformationsjubiläum in Aldenhoven machte der ökumenische Gottesdienst am Sonntag, 15. Juni 2017 in der katholischen Kirche Sankt Martin, wo sich gleichermaßen evangelische und katholische Mitchristen trafen - unter der Leitung von Pfarrer Charlie Cervigne und Pfarreiratsmitglied Thomas Uerlichs.

Zu Beginn wurden die klassischen Klischees vorgeführt, die scheinbar zwischen beiden Konfessionen bestehen. In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Cervigne an die Ausgangslage vor 500 Jahren: Gott wurde damals eher als Scharfrichter, als ein guter Gott angesehen, der die Menschen allein gelassen habe. Leere, Angst, Hunger und Hass bestanden damals. Und heute? Die Welt ist geprägt von Furcht vor einer Fremdenüberflutung, Terrorismus und Arbeitslosigkeit, … Wenn von Gott gesprochen wird, dann oft im Zusammenhang mit dem Gott der Muslime? Dabei hilft unser Glaube gegen die Angst. Gott steht auf unserer Seite. In der Lesung nach Jesaja*) wird von der Hoffnung gesprochen, dass Gott uns das Nötige gibt und uns ermutigt sich zu ändern. Unsere Gedanken sind nicht Gottes Gedanken - aber Gottes Wort gibt Trost. Jeder Satz der Bibel enthält die Liebeserklärung, die wir während unseres ganzen Lebensweges ernst nehmen sollen.

Das Wesen der Reformation ist Gott in das eigene Herz hineinzulassen und dies auch anderen zu zeigen. "Handelt aus Liebe, dann überschwemmt sie euch."

Charlie Cervigne schloss mit dem Gedicht Wir sind auf der Suche von Luzia Sutter Rehmann:

 

Wir sind auf der Suche

nach der Kraft,

die uns aus den Häusern,

aus den zu engen Schuhen

und aus den Gräbern treibt.

Aufstehen und

mich dem Leben in die Arme werfen –

nicht erst am jüngsten Tag,

nicht erst, wenn es nichts mehr kostet

und niemandem mehr weh tut.

Sich ausstrecken nach allem,

was noch aussteht,

und nicht nur nach dem Zugebilligten,

Uns erwartet das Leben.

Wann, wenn nicht jetzt?


Abschließend stellten Thomas Uerlichs und Charlie Cervigne Überlegungen zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Katholiken und Protestanten an: Sie entstammen gemeinsamen Wurzeln und haben eine gemeinsame Mitte. Diese Gemeinsamkeiten verpflichten. Die Unterschiede sind eher bereichernd: Wir finden zusammen und erkennen das "Andere" als spannend und schön.

Unterstrichen wurden die Gemeinsamkeiten durch das Beispiel des Grabmals mit den Händen. Dabei handelt es sich die beiden Gräber eines verstorbenen Ehepaars mit evangelischer und katholischer Konfession, die auf getrennten aber benachbarten Friedhöfen im niederländischen Roermond begraben wurden. Ihre beiden Grabsteine sind durch zwei Hände, die die Friedhofsmauer überragen, auf ewig verbunden.

 Grab1

Grab2

Zum Ausklang fanden im Pfarrheim bei einem Kaffee viele Begegnungen statt.

*) Jesaja Kapitel 55: Einladung zum Gnadenbund Gottes

1 Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch!

2 Warum zählt ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und euren sauren Verdienst für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben.

3 Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben! Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, euch die beständigen Gnaden Davids zu geben.

4 Siehe, ich habe ihn den Völkern zum Zeugen bestellt, zum Fürsten für sie und zum Gebieter.

5 Siehe, du wirst Völker rufen, die du nicht kennst, und Völker, die dich nicht kennen, werden zu dir laufen um des HERRN willen, deines Gottes, und des Heiligen Israels, der dich herrlich gemacht hat.

Gottes wunderbarer Weg

6 Suchet den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist.

7 Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter von seinen Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.

8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr,

9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

10 Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen,

11 so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.

12 Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. Berge und Hügel sollen vor euch her frohlocken mit Jauchzen und alle Bäume auf dem Felde in die Hände klatschen.

13 Es sollen Zypressen statt Dornen wachsen und Myrten statt Nesseln. Und dem HERRN soll es zum Ruhm geschehen und zum ewigen Zeichen, das nicht vergehen wird.

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